
Europas Marschtraditionen
Lange bevor Rucking einen Namen hatte, prüften Europas Armeen ihre Soldaten mit Märschen. Drei Traditionen leben noch – und zwei davon stehen auch Zivilist:innen offen.
Nijmegen wurde vom Soldatenmarsch zum Massenereignis
Am 1. September 1909 startete in den Niederlanden der erste Viertagemarsch. Die Idee kam von einem Militär, der die Ausdauer der Soldaten stärken wollte. 296 Soldaten und 10 Zivilisten zogen von 10 Kasernen auf 15 Routen nach Breda. Ab 1925 begann die Veranstaltung in Nijmegen; heute gehören die Vierdaagse zu den größten Wanderveranstaltungen der Welt.
Norwegen wiegt die Rucksäcke seit 1915
Der norwegische Fußmarsch wurde 1915 zum ersten Mal ausgetragen, als Ausdauerprüfung für Soldaten der norwegischen Armee. Heute soll er Militär und Zivilist:innen gleichermaßen fürs lange Marschieren begeistern: 30 km mit einem Rucksack von mindestens 11 kg, gewogen am Start und im Ziel, in einer Zeit, die nach Alter und Geschlecht gestaffelt ist.
Beim Leistungsabzeichen bleibt das Gepäck, die Strecke wächst
Das Leistungsabzeichen der Bundeswehr ist „kein Orden, dennoch begehrt“, wie die Bundeswehr schreibt. Sein Marsch ist in allen drei Stufen gleich schwer: 15 kg Gepäck, 6 km in höchstens 60 Minuten für Bronze, 9 km in 90 Minuten für Silber und 12 km in 120 Minuten für Gold.
| Stufe | Strecke | Zeitlimit |
|---|---|---|
| Bronze | 6 km | 60 Min. |
| Silber | 9 km | 90 Min. |
| Gold | 12 km | 120 Min. |
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Quellen
- 4Daagse Nijmegen. History of the 4Days Marches. (abgerufen 2026-10-20)
- Norwegian Armed Forces. The Norwegian Foot March (updated 11 Jan 2023). (abgerufen 2026-10-20)
- Bundeswehr. Kein Orden, dennoch begehrt — das Leistungsabzeichen der Bundeswehr (13.08.2026). (abgerufen 2026-10-20)